Nierenschmerzen

August 08, 2013Posted by Stoni

 

 kein444456

Ein häufiges Leiden: Nierenschmerzen


Sie sind dafür zuständig den Harn zu bilden und für die Reinigung des Blutes zu sorgen – Die Nieren. Somit übernehmen sie eine bedeutsame Rolle für den menschlichen Organismus. Liegt jedoch eine pathologische Störung der Nierenfunktion vor, können eine Überbelastung oder Schädigung der Niere ursächlich sein. Meist geht die Einschränkung der Nierenfunktion mit dumpf drückenden Schmerzen, die oftmals über den Rücken ausstrahlen, einher – den Nierenschmerzen. 

Diese Schmerzen sind meist sehr heimtückisch und können jeden Menschen, egal in welche Alter, heimsuchen. Was allerdings die verschiedenen Studien zu diesem Thema zeigen, ist die Tatsache, dass ein etwas größerer Anteil von Frauen davon betroffen ist als Männer.

Wie unsere Nieren arbeiten


Nephrone, so nennt man die Untereinheiten der Niere, die sich aus dem Nierenkörperchen und einem „Rohrsystem“ zusammensetzen. Die über 11cm langen bohnenförmigen Organe liegen neben der Wirbelsäule etwa in Höhe der untersten Rippen. Umgeben werden sie von einer Fettschicht, die ihnen einen gewissen Schutz bietet. Auf ihnen findet man die Nebennieren, die für die Produktion einiger Hormone verantwortlich sind. Die Nieren übernehmen wichtige Aufgaben im menschlichem Körper. Sie sind für die Bildung des Harnes unerlässlich. So sorgen sie dafür, dass Endprodukte von Stoffwechselvorgängen und andere Toxine ausgeschieden werden. Sie reinigen das Blut, indem sie wie Filter wirken und fungieren somit bei der Regulation des Säure-Basen-Haushalts und des Elektrolytenhaushalts als Regulator. Neben der Ausscheidung von Harnstoff, Kreatinin und Harnsäure sind die Nieren auch an der Bildung von Hormonen beteiligt. Sie produzieren das Hormon Erythropoetin, was zur Folge hat, dass mehr rote Blutkörperchen gebildet werden und der Sauerstoffgehalt ansteigt. Außerdem bilden sie den Botenstoff Renin, der bei der Regulation des Blutdrucks mitwirkt. Bei verschiedenster Störungen der Nieren kann es zu Nierenschmerzen kommen.

Ursachen für Nierenschmerzen


Die Ursachen für Nierenschmerzen können vielfältig sein. Oftmals werden Nierenschmerzen mit Rückenschmerzen verwechselt, da Nierenschmerzen bis in die Rückengegend oder den Bachraum ausstrahlen und sich schlecht lokalisieren lassen. Der Unterschied zu Rückenschmerzen ist, dass Nierenschmerzen eher krampfartig auftreten und sich die Intensität durch Bewegungen nicht verändern lässt. Hinter diesen Schmerzen können sich ernstzunehmende Erkrankungen verstecken und gerade deshalb ist es wichtig bei Schmerzen in der Nierengegend einen Arzt aufzusuchen. Meist jedoch beruhen Nierenschmerzen auf einer Ursache, die sich nach einem frühzeitigen Arztbesuch gut behandeln lässt.

Die wohl häufigste Ursache ist die Nierenbeckenentzündung, von welcher zum größten Teil Frauen betroffen sind. Die Pyelonephritis, wie sie in der Fachsprache heißt, wird meist durch Bakterien verursacht. Öfters resultiert sie aus einer Blasenentzündung, wodurch Bakterien von der Blase über den Harnleiter in das Nierenbecken gelangen.

Wird zu wenig getrunken, sich zu wenig bewegt oder liegt eine falsche Ernährungsweise zugrunde, können sich Nierensteine bilden. Diese können ebenfalls zu Nierenschmerzen führen. Vor allem der übermäßige Konsum von Milchprodukten oder Fleisch stellt ein Risikofaktor für Nierensteine dar.

Eine Entzündung der Nierenkörperchen, die aus einer vorausgegangenen Krankheit oder einer Medikamenteneinnahme resultiert, sowie Zysten und Nierentumore können sich durch Schmerzen in der Nierengegend bemerkbar machen.
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder ein zu hoher Blutdruck können Störungen und somit Schmerzen der Nieren auslösen.

Chronisches Nierenversagen durch vorausgegangene Erkrankungen oder akutes Nierenversagen durch Verbrennungen, Nierensteine oder fehlerhafte Gefäßregulationen sollten umgehend von einem Arzt behandelt werden. Allgemein sollte man bei Verdacht von Nierenschmerzen den Weg zum Arzt nicht scheuen.

Ab und zu treten Schmerzen im Bereich der Nieren auch bei der monatlichen Regelblutung der Frau auf. 


Nierenschmerzen Symptome


Die Symptome bei vorliegender Nierenerkrankung sind unterschiedlich. Häufig sind jedoch die Schmerzen in der Nierengegend, die sich meist durch dumpf drückend und ausstrahlende Schmerzen bemerkbar machen, typisch für Erkrankungen der Nieren. Neben den drückenden Schmerzen treten bei einigen Nierenerkrankungen Krämpfe im Bereichen des Bauches, Rückens und Unterleibs auf. Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost sind oftmals bei Infektionen der Nieren wie der Nierenbeckenentzündung zu beobachten. Begleitet werden Nierenschmerzen häufig auch von Harndrang, was bei Infektionen immer wieder der Fall ist oder dem genauem Gegenteil, dem Urinstau. Dieser tritt überwiegend bei Nierensteinen auf. Daneben ist es möglich, dass Blut im Urin zu sehen ist, Durchfall oder Schwindel auftritt. Liegt eine Störung der Nieren schon länger vor sind Wassereinlagerungen in den Beinen, ein hoher Blutdruck oder eine Blutarmut möglich.


Behandlung und Vorbeugung


Behandelt werden Nierenschmerzen nach ihrer Ursache. So werden Nierenschmerzen, die wegen einer Entzündung aufgetreten sind, oft mit Antibiotikum behandelt, bei Nierenkarzinome werden oft Operationen und nachfolgende Strahlentherapien angewendet. Nierensteine bedürfen meist einer Änderung der Lebensweise und/ oder eine Behandlung mit Ultraschall, seltener werden Nierensteine operiert. Daneben werden krampfartige Schmerzen mit einem krampflösendem und schmerzlinderndem Medikament gelindert. Ist die Niere nicht mehr in der Lage Schadstoffe und Abfallprodukte zu filtern und somit das Blut zu reinigen, kann eine Dialyse notwendig sein. Hierbei übernimmt ein Gerät die Funktion der Niere. Trotzdem brauchen Menschen, die auf eine Dialyse angewiesen sind langfristig ein Nierentransplantat.
Vorbeugend oder zusätzlich zu der vom Arzt vorgeschlagenen Behandlung ist es wichtig sich gesund zu ernähren, viel Wasser und ungesüßten Tee zu trinken und sich in der Nierengegend immer warm zu halten.